Glossary of terms


Bestimmte Fachbegriffe werden im Bereich Crowdworking, Mikrojobbing, Konkurrenzanalyse, Einzelhandel und Retail Marketing sehr häufig verwendet - auch auf dieser Website. Wir erklären hier deren Bedeutung.

Unter Competitive Intelligence versteht man eine systematische, fortdauernde und erlaubte Konkurrenzbeobachtung. Dabei werden zahlreiche Informationen gesammelt und ausgewertet, z.B. Daten zu konkurrierenden Unternehmen oder Wettbewerbsprodukten. Mithilfe von Konkurrenzbeobachtung können Unternehmen frühzeitig ihre Strategien an die sich ändernden Wettbewerbsstrukturen anpassen und sich Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Crowdsourcing bezeichnet die Auslagerung von Unternehmensaufgaben an eine Vielzahl an Nutzer oder Interessenten. Der Begriff setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Crowd bezieht sich auf die Menschenmenge und outsourcing, ist der englische Begriff für Auslagerung. Die Crowd liefert typischerweise die benötigten Ideen, Inhalte und Dienstleistungen auf freiwilliger oder vergüteter Basis. Crowdsourcing-Projekte sind ein Phänomen des Internetzeitalters. Die teilnehmenden Personen stammen daher meistens aus Online-Communities. In Anlehnung an diesen Begriff bezeichnet man jene Menschen, die an einem Crowdsourcing-Projekt aktiv teilnehmen und dafür ein Entgelt bekommen, als Crowdworker.

Microjobs bzw. Mikrojobs sind kleine bezahlte Aufgaben, die per Crowdsourcing an sog. Microjobber vergeben werden. Das Wort setzt sich aus den englischen Wörtern „Job“ für Arbeit und „Micro“ als Bezeichnung für die minimale Komplexität der Aufgaben zusammen. Microjobs werden häufig virtuell ausgeführt, z.B. online oder per Smartphone-App.

Microjobbing bedeutet das Erledigen von Microjobs, die online vergeben werden. Die Jobs bestehen aus kleinen und nicht sehr aufwändigen Aufgaben, daher der Name Microjobs. Die Jobber können sich diese Jobs frei über eine App aussuchen und für zusätzliches Geld erledigen.

Das englische Akronym POS steht für Point of Sale und bedeutet Verkaufsstelle. Aus Verbrauchersicht wird derselbe Ort des Einkaufs mit dem ebenfalls englischen Akronym POP (Point of Purchase) bezeichnet. Der POS spielt eine wichtige Rolle im Bereich des Marketings, da Verkaufsstellen auch Orte des Warenangebots sind, an denen Impulskäufe mittels Maßnahmen zur Verkaufsförderung gefördert werden können. POS-Marketing ist daher zur Absatzförderung sehr wichtig.

Preiserfassung bezeichnet die manuelle Erfassung von Preisen bestimmter Produkte (oder SKUs – Stock Keeping Units) direkt im Regal am Point of Sale.

Retail Audit ermöglicht eine vor-Ort-Überprüfung von Informationen, die sich auf Umsatz, Umsatzentwicklung, Lagerbestände und/oder die Wirksamkeit von Werbeaktivitäten im Einzelhandel auswirken. Die Informationssammlung wird oft von Dritten durchgeführt, am häufigsten von Firmen aus der Marktforschungsbranche. Die Leistungen werden auf Abo-Basis erbracht und können eine große Auswahl an Geschäften und große Mengen an Datenerfassungen beinhalten. Eine besondere Art des Audits ist die Compliance-Prüfung, bei dem Hersteller überprüfen, ob die Anforderungen, die sie bereits mit dem Händler vereinbart hatten, umgesetzt wurden.

Retail Execution versteht sich als die Ausführung der Verkaufsstrategie am Point of Sale. Das Ziel der Retail Execution ist es, die richtigen Produkte am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit dem perfekten Preis auf Lager zu haben. Zu den Instrumenten der Retail Execution gehören Werbeaktivitäten, Retail Audits und Daten zur Performancekontrolle. Die Umsetzung solcher Maßnahmen erfordert häufig die Verfügbarkeit von Informationen direkt aus dem Handel, um Prozesse anzustoßen, die Einfluss auf den Sell-out im Einzelhandel haben.

Der Begriff Shopper Insight (auch Consumer Insight) bezeichnet das Ergebnis der Erforschung des Kaufverhaltens der Verbraucher (Shopper) direkt am Point of Sale. Dieses Wissen gehört zur Disziplin des Shopper Marketings und hat das Ziel, das Verhalten und die Vorlieben der Käufer zu verstehen. Marketing-Verantwortliche, Brand Manager und Analysten schreiben den Shopper Insights immer mehr Bedeutung zu, da Käufe immer stärker direkt am Point of Sale beeinflusst werden. Zur Erhebung von Daten zum Käuferverhalten werden Verhaltensbeobachtungen und Befragungen direkt am Verkaufsort, in einer realen Kaufsituation, durchgeführt.

Im Rahmen eines Store-Checks besucht eine bestimmte Person anonym eine Verkaufsstelle, um den Zustand des Geschäfts zu überprüfen, eine Liste von Fragen zu beantworten oder bestimmte, vorgegebene Kriterien zu überprüfen. Es ist eine sehr effektive Methode zur Kontrolle, ob die Vereinbarungen zwischen Händler und Hersteller oder zwischen Franchise-Geber und Franchise-Nehmer eingehalten werden. Mit Hilfe eines Store-Checks kann das Aussehen eines Geschäfts (Sauberkeit, Ordentlichkeit, Temperatur, Lichtverhältnisse etc.), das Vorhandensein und die Positionierung von Produkten und Merchandising-Material, die Einhaltung der Corporate Identity sowie die Präsenz und das Aussehen der Mitarbeiter erfasst werden.